Die US-Patentanmeldungen im Zusammenhang mit E-Zigaretten erreichten 2016 ihren Höhepunkt. Es wird erwartet, dass die Patentanmeldungen nach einem Rückgang im Jahr 2018 in den Jahren 2019-2020 konstant bleiben werden. Die Verfolgung von Patentstreitigkeiten kann einen Einblick in die Zukunft des heiß umkämpften Marktes für alternative Tabak- und Nikotinprodukte geben, der sowohl Tabakriesen als auch kleinere Akteure umfasst.

So reichten beispielsweise der in Virginia ansässige Tabakriese Altria Group Inc. und die U.S. Smokeless Tobacco Company LLC am 28. Mai 2020 eine Klage vor dem North Carolina Middle District ein, in der sie RJ Reynolds, eine Tochtergesellschaft ihres größten Konkurrenten British American Tobacco (BAT), beschuldigten, ihre Patente in Bezug auf E-Zigaretten und damit verbundene Produkte zu verletzen.

Quelle: MaxVal's Rechtsstreit-Datenbank
Die Klage von Altria folgt auf frühere Klagen in den Vereinigten Staaten und Deutschland von RJ Reynolds gegen Altria und Philip Morris International (PMI). Die in den USA bei der International Trade Commission (ITC) und dem Virginia Eastern District Court eingereichten Klagen betreffen die "Heat-not-burn"-Technologie, die in den Philip Morris-eigenen iQOS-Geräten verwendet wird.
Zu den in diesem aktuellen Fall geltend gemachten Patenten gehören die US-Patente Nr. 7.798.319, 8.458.996, 8.556.070, 10.143.242, 10.264.824, 10.485.269, 10.299.517, 10.492.541 und 10.588.357. Zu den angeblich verletzten Produkten gehören Reynolds Vapors E-Dampf-Linie "VUSE" und die rauchfreien "VELO"-Beutel. Diese Patente werden im Folgenden beschrieben.

Die US-Patente Nr. 7,798,319, 8,458,996 und 8,556,070 mit dem Titel "Container Device for Tobacco Articles" sind Familienmitglieder, die der US Smokeless Tobacco Co LLC, einer Tochtergesellschaft von Altria, zugewiesen wurden. Sie betreffen eine Vorrichtung zum Verpacken von Tabakprodukten und ein Verfahren zum Verpacken eines Tabakprodukts. Die Vorrichtung umfasst einen Behälter (120) und einen Metalldeckel (140) zur Aufbewahrung des Tabakerzeugnisses (110). Der Deckel umfasst eine Deckelwand (141) und eine Schürze (144), die sich vom Umfang der Deckelwand aus erstreckt. Eine elastische Dichtung (130) ist an der Innenfläche der Deckelwand in der Nähe der Schürze befestigt, um eine Feuchtigkeitssperre und eine nichthermetische Dichtung zwischen dem Metalldeckel und dem Behälter zu bilden, wenn der Metalldeckel lösbar mit dem Behälter in Eingriff gebracht wird.

Die US-Patente Nr. 10.143.242 und 10.264.824 sind Familienmitglieder und Nu Mark, einer Tochtergesellschaft von Altria, zugeordnet. Sie beziehen sich auf ein elektronisches Vaping-Gerät bzw. eine Kartuschenbaugruppe zur Verbindung mit einem Batterieteil eines elektronischen Vaping-Geräts. Das Gerät umfasst eine Batterie, einen Kartomizer und ein Mundstück. Die Batterie ist so konfiguriert, dass sie das elektronische Gerät mit Strom versorgt und ist mit einem Luftstromsensor, einem mit dem Luftstromsensor verbundenen Schaltkreis und einem oder mehreren elektronischen Chips ausgestattet. Die Kartusche, die mit einem Heizmechanismus und einer Flüssigkeit ausgestattet ist, erzeugt eine Dispersion im Luftstromrohr. Der Endbereich der Kartusche erstreckt sich in das Mundstück, so dass das Mundstück zumindest einen Teil des Endbereichs der Kartusche umgibt.





Die U.S. Patente Nr. 10,485,269, 10,299,517, 10,492,541 und 10,588,357 sind Familienmitglieder mit dem Titel "Pod Assembly, Dispensing Body, and E-Vapor Apparatus Including the Same" und sind Altria zugeordnet. Sie beziehen sich auf ein E-Dampf-Gerät oder eine Hülsenbaugruppe für ein E-Dampf-Gerät. Das E-Dampf-Gerät umfasst einen Rahmen, der mit einem Körperteil (118) verbunden ist, und ein Durchgangsloch (114) zur Aufnahme der Hülsenbaugruppe, die den Verdampfer enthält. Die Hülsenbaugruppe (302) enthält ein Fach für einen Dampfvorläufer (oder eine Vordampf-Formulierung), ein Gerätefach und einen Dampfkanal, der sich durch das Dampfvorläuferfach erstreckt. Die Vorder- und Rückseite der Hülsenbaugruppe ist durch ein Durchgangsloch freigelegt. Der Dampfkanal der Hülsenbaugruppe ist mit einem Dampfdurchgang eines Spenderkörpers ausgerichtet, der den Dampfdurchgang und das Durchgangsloch definiert.
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